Heiligendamm

Ein Ort mit Geschichte

Heiligendamm, das erste Seeheilbad Deutschlands, war das herzogliche Bad mit einer wunderschönen Architektur, unversehrten Natur und einem gesunden Klima. Seit der Gründerzeit 1793 bis zum zweiten Weltkrieg war Heiligendamm der gesellschaftliche und kulturelle Treffpunkt. Es war eine Welt für sich. Und die Welt kam zu Gast.

Es war das Badeparadies der Gründerzeit und zur Kaiserzeit das internationale Bad mit Tennis, Golf und hochkarätigen Gästen. Es bewahrte seinen Glanz in den goldenen Zwanzigern. Es überstand den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet und wurde zum Ferien-Zentrum einer Republik, die eher den Klassenkampf als den Klassizismus pflegte.

Heute verbindet Heiligendamm den Charme vergangener Jahrhunderte mit dem Luxus von heute und ist damit eines der beliebtesten Ferien-Domizile Deutschlands. Jeder, der dort steht, sieht nicht das, was ist. Er wünscht sich eine Zukunft für das, was war.

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1793

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Am Nachmittag eines sonnigen Spätsommertages wurde Deutschlands erstes Seebad durch den mecklenburgischen Herzog Friedrich Franz I. – auf Anraten seines Leibarztes Prof. Dr. Samuel Vogel – gegründet. Das besondere Reizklima sorgte für Gesundung und Wohlbefinden vor allem bei Atemwegsproblemen und -erkrankungen.

1816

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Bau des »Kurhauses« mit seiner toskanischen Säulenreihe, den griechischen Tempelbauten entlehnt; unter der Leitung des für Heiligendamm bedeutendsten Baumeisters Karl Theodor Severin (Klassizist).

1837

Beginn der Arbeiten des Baumeisters Georg Adolf Demmler. Unter seiner Leitung wurden u.a. das »Alexandrinen Cottage«, das »Marien Cottage« und das »Haus Krone« gebaut. Der Bau dieser Häuser markiert den Beginn der Entwicklung Heiligendamms zu einem mondänen Badeort.

1843

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Friedrich Franz II. lässt anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung Heiligendamms einen 220 Tonnen schweren Gedenkstein mit der Inschrift: „Friedrich Franz I. gründete hier Deutschlands erstes Seebad. 1793 / 1843“ ins Seebad schaffen.

1845 bis 1848

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Bau der »Burg Hohenzollern« im Neo- bzw. Tudorstil.

1854 bis 1874

Mit der Errichtung der Logierhäuser entsteht die berühmte „Perlenkette“.

um 1870

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Glanz und Gloria verblassten. Ein schweres Sturmhochwasser 1872 veranlasste den Großherzog zum Verkauf von Heiligendamm an eine Aktiengesellschaft des Baron Otto von Kahlden (mit Ausnahme der Cottages).

um 1872

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Bau der »Kolonnaden« mit 19 dorischen Säulen.

1886

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Von Kahlden gründete erstmals ein „Grand Hotel“. Im selben Jahr kam die Molli-Bahn. Heiligendamm wurde zu einem internationalen Badeort für höchste Ansprüche: Tennis- und Golfturniere, Galoppreiten und Taubenschießen, um nur die vier prominentesten Sportarten zu nennen, waren in Heiligendamm zu Hause.

um 1911

Verschiedene Eigentümerwechsel. 1911 übernahm eine GmbH den Ort, die wiederum einiges investierte. Der Erfolg währte nur kurz – bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914.

um 1918

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Nach Ende des Krieges und einer kurzen Durststrecke knüpfte Heiligendamm an seine erfolgreiche Tradition an – und blühte in den „Goldenen Zwanzigern“ wieder auf.

1924 bis 1925

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Bau eines 9-Loch-Golfplatzes (jenseits der Seedeichstraße). Einer der damals schönsten Plätze Europas und Austragungsort internationaler Turniere.

1925

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Heiligendamm wird samt seiner Sportstätten und Badeeinrichtungen umfassend saniert und modernisiert.

1933

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Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten erfuhr Heiligendamm unterschiedliche Nutzungen in rascher Folge: als KdF-Bad, Seekadettenschule, Heereslazarett, Flüchtlingsunterkunft und russisches Garnisons-Quartier. Der Badebetrieb wird 1939 eingestellt.

1947 bis 1989

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„Sanatorium der Werktätigen“ zu DDR-Zeiten: Umnutzung und Rückbau der Gebäude ohne Rücksicht auf ihre bauhistorische Einmaligkeit. Folge: Verfall und Niedergang der Bausubstanz.

1997

1997

Erwerb des Ensembles durch die Jagdfeld-Gruppe. Bedingung des Staates bei Vergabe: Wiederherstellung bzw. Wahrung der bau- und denkmalhistorischen Einmaligkeit des gesamten Ensembles bei zeitgleicher Nutzung nach heutigen Bedürfnissen.

2000

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Entwicklung eines Masterplans durch Star-Architekt Robert A. Stern: Wiederherstellung des historischen Heiligendamms bei sukzessiver Erweiterung des Ortes. Ziel: ein Refugium der Ruhe und Erholung, in dem Zeit, Muße und Natur als eigentlicher „Luxus“ erlebbar werden.

2003

2003

Eröffnung des Grand Hotels Heiligendamm nach umfassender Sanierung der sechs Gebäude.

Investitionsvolumen: ca. 200 Mio. Euro.

2007

2007

Der G8-Gipfel in Heiligendamm war das 33. Gipfeltreffen der Regierungschefs und sorgte für eine starke Steigerung des Bekanntheitsgrads des ersten deutschen Seebades.

2009

Beginn der aufwändigen Sanierungsarbeiten im Marien Cottage.

2010

2010

Beginn der Sanierung des „zweiten“ historischen Teils von Heiligendamm – der „Perlenkette“: Start mit dem Wiederaufbau der »Villa Großfürstin Marie – Perle« im Sommer. Gesamtes Investitionsvolumen: ca. 70 Mio. Euro. Auch hier gelten die Prämissen des Denkmalschutzes, unter dem das Gesamtensemble steht.

2011

Das Richtfest der »Villa Großfürstin Marie – Perle« am 03. Juli markiert einen symbolischen Meilenstein beim Wiederaufbau der “Weißen Stadt am Meer”.

Herbst 2011

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Bauarbeiter und Handwerker kommen rasch voran: Bereits im Herbst 2011 zeigt die »Villa Großfürstin Marie – Perle« ihre wohlgeformten Proportionen. Das unverwechselbare historische Original ist erkennbar.

2012

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Ein Jahr später ist die »Villa Großfürstin Marie – Perle« fast fertig: Direkt nach Weihnachten 2012 machen sich Handwerker an den Feinschliff.

Ende 2012

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Nur in Heiligendamm funktioniert der Kontrast »weiß auf weiß«: Blick von einem der Balkone der »Villa Großfürstin Marie – Perle« auf das winterliche Grand Hotel Heiligendamm.

2013

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Im Sommer 2013 ist das aufwändige Werk vollbracht: Mehr als 60 Fachleute vom Architekten bis zum Zeichner und unzählige Handwerker aus 35 Gewerken sind stolz darauf, dass die »Villa Großfürstin Marie – Perle« schöner denn je erstrahlt! Die ersten Eigentümer beziehen ihre Wohnungen.

2015

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Im Sommer 2015 gibt es praktisch keine freien Briefkästen in der »Villa Großfürstin Marie – Perle« mehr: Die Wohnungen sind de facto verkauft.

Herbst 2015

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Im Herbst 2015 startet der Verkauf der Wohnungen im benachbarten Logierhaus, der »Villa Greif«. Die originalgetreue Sanierung wird im Sommer 2016 beginnen. Noch gibt es einige Wohnungen, für die übrigens eine hohe Denkmalschutzabschreibung gilt.

Winter 2016

Die Arbeiten an der „Villa Greif“ sind in vollem Gange. Ziel ist, so viel wie möglich von der historischen Substanz des Hauses zu erhalten und zugleich den heutigen höchsten Standards an die Baukunst zu entsprechen. Der Markt ist genau davon überzeugt: Bereits kurz nach Vertriebsstart sind viele Wohnungen verkauft bzw. reserviert. Das verwundert nicht, hat die ECH doch mehrfach ihr Know-how unter Beweis gestellt. Das beste Beispiel ist gleich nebenan: die teils noch älteren Gebäude des Grand Hotels, ehedem prämiert als schönstes Hotel der Welt.

Frühjahr 2017

Mit der „Villa Möwe“ nehmen Handwerker und Bauleute ein ganz besonderes Logierhaus in Angriff. Denn mit seinen Anleihen an die alpenländische Architektur verortet man es eher im Süden als an der Ostsee – ein Stück „Alpenland am Ostseestrand“. Flache Giebel, langgestreckte Balkone, kunstvolle Holzverzierungen wie auch die beiden Turmbauten im Fachwerkstil werden originalgetreu und denkmalgerecht wiederhergestellt, wie die Visualisierung eindrucksvoll zeigt. Die „Villa Möwe“ war bereits 1855 außergewöhnlich wie stilprägend. Sie wird es auch heute wieder sein.