Visualisierung Seeseite

Verkaufs- & Reservierungsstatus aktualisiert am 06. September 2019.
Angaben freibleibend. Änderungen und Zwischenverkauf vorbehalten.

# Etage Wohnfläche Zimmer Balkone Status Kaufpreis
1 Erdgeschoss 140,4 m² 4 1 verbindlich reserviert 2.380.482 €
2 Erdgeschoss 84,7 m² 2 1 verbindlich reserviert 1.422.960 €
3 Obergeschoss 120,8 m² 4 1 verkauft
4 Obergeschoss 73,8 m² 2 1 verkauft
5 Dachgeschoss 185,6 m² 5 2 verfügbar 3.080.960 €
Wohnung 1
Etage Erdgeschoss
Wohnfläche 140,4 m²
Zimmer 4
Balkone 1
Status verbindlich reserviert
Kaufpreis 2.380.482 €

 

Wohnung 2
Etage Erdgeschoss
Wohnfläche 84,7 m²
Zimmer 2
Balkone 1
Status verbindlich reserviert
Kaufpreis 1.422.960 €

 

Wohnung 3
Etage Obergeschoss
Wohnfläche 120,8 m²
Zimmer 4
Balkone 1
Status verkauft

 

Wohnung 4
Etage Obergeschoss
Wohnfläche 73,8 m²
Zimmer 2
Balkone 1
Status verkauft

 

Wohnung 5
Etage Dachgeschoss
Wohnfläche 185,6 m²
Zimmer 5
Balkone 2
Status verfügbar
Kaufpreis 3.080.960 €

Die „Villa Seestern“ am Heiligendammer Strand befindet sich als viertes Logierhaus in der Achterreihe – vom Kurplatz aus gesehen. Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin ließ es 1856/57 nach Entwürfen des Architekten Theodor Friedrich Krüger erbauen.

In Anlehnung an die „Villa Möwe“ sollte auch die „Villa Seestern“ den Charakter eines Landhauses erhalten. Der dreigeschossige massive Bau besteht an der Seeseite aus einem vierachsigen Kernbau und seitlichen Anbauten. Eine Vielzahl mecklenburgischer Gutshäuser und Stadtvillen sind in dieser Formensprache gebaut worden, die sich verhalten an die spätmittelalterliche Volksarchitektur anlehnt. Hierfür ist die „Villa Seestern“ beispielgebend.

Die Holzornamente sind im sogenannten Schweizer Stil gehalten. Dies äußert sich auch maßgeblich in der Wahl der Dachform: einem flach geneigten Satteldach mit größeren Dachüberständen und verzierten Balkenköpfen. Der zur Schau gestellte Giebel mit Sprengwerk sollte handwerkliche Meisterschaft zeigen. Noch heute lässt sich das ursprüngliche Erscheinungsbild dieses stilgeschichtlich interessanten Gebäudes in seiner ursprünglichen Gestaltungsabsicht gut erkennen.

Visualisierung Eingangsseite

3D Visualisierungen: www.archlab.de

Giebel-Ornamente, die filigranen Balkongitter und die ursprüngliche Farbigkeit fehlen jedoch vollständig und lassen den ursprünglichen Charme des Hauses vermissen.

Bei der ersten Umbauphase in den 1920er Jahren wurde die Fassade noch weitgehend erhalten, aber die Grundrissgestaltung grundlegend geändert. Das bisherige Familienhaus mit zwei getrennten Wohnungen pro Etage wurde in ein Logierhaus mit Einzelzimmern im Ober- und Dachgeschoss sowie Speisesaal, Lesezimmer, Frühstückszimmer, Café und Büfett im Erdgeschoss umgewandelt.

In der Nachkriegszeit wurde das Haus zu einem funktionalen Patientenhaus für das Heiligendammer Sanatorium für Werktätige umgebaut und gleichsam auch das äußere Erscheinungsbild der „Villa Seestern“ gravierend verändert. Im Zuge dieser Sanierungsmaßnahme wurden beispielsweise die Eisengeländer und Baldachine der Balkone entfernt. Ebenso verschwand das Bekrönungstürmchen neben dem Eisenbaldachin des Balkons der ersten Etage.

Die Ecktürmchen der Fensterbekrönungen sowie die Tür- und Fensterbekrönungen im Erdgeschoss des Kernbaus wurden ebenfalls entfernt. Das gesamte Gebäude bekam neue Fenster und Türen. Die „Villa Seestern“, zu DDR-Zeiten „Walther-Rathenau-Haus“ genannt, wurde bis zum Umzug des Sanatoriums in die Median-Klinik 1996 genutzt.

Geschossgrundrisse

Bei der anstehenden aufwändigen Restauration legt die ECH besonderen Wert auf viele einzelne Details, beispielsweise auf die besonderen Zierelemente der ursprünglichen Fassade der Villa. So sollen anhand historischer Fotos und Zeichnungen die zahlreichen Schmuckwerke aus Holz sowie Gesimse, Bossierungen, Schmuckkamine, Giebelzierrat und Geländer möglichst originalgetreu rekonstruiert werden.

Die “Villa Seestern” wird in der Denkmalliste des Landkreises Bad Doberan als Baudenkmal geführt. Sie haben daher nach dem Erwerb einer Wohnung in diesem Logierhaus im Rahmen der “Denkmal-AfA” die Möglichkeit einer erhöhten Abschreibung der Sanierungsaufwendungen.